Feuerwehrkameraden prüfen Tauglichkeit für den Ernstfall

Immer wieder kann man von Bränden in Wohnhäusern, Fahrzeugen, Industriehallen oder ähnlichem hören, in dessen Folge es zu schweren Verletzungen oder im schlimmsten aller Fälle zum Tod kommen kann. Besonders gefährlich ist hierbei nicht, wie häufig angenommen die durch das Feuer entstehende Temperatur, sondern vielmehr die für den menschlichen Körper giftigen Atemgase. Schon nach wenigen Atemzügen können Brandgase so zur Bewusstlosigkeit und letztendlich zum Erstickungstod führen. Um im Notfall dennoch helfen zu können, gibt es für die Einsatzabteilung der Feuerwehr eine besondere Ausbildung. Die so zum Atemschutzgeräteträger ausgebildeten Kameraden sind in der Lage, durch umluftunabhängige Atemgeräte, im Brandfall auch innerhalb brennender Gebäude helfen und retten zu können. Hierfür ist es für betreffende Kameraden der Wehr mehrfach in einem Jahr notwendig deren Tauglichkeit als Atemschutzgeräteträger unter Beweis zu stellen.
Aus diesem Grund traf man sich an einem Samstag im April in aller früh am Gerätehaus in Wettelswalde, um sich gemeinsam auf den Weg zur Landesfeuerwehrschule nach Gera zu machen. Hier galt es nun den richtigen Umgang mit den so wichtigen Geräten zu demonstrieren. Aber auch die im Einsatzfall nötige körperliche Fitness, welche zusätzlich ca. alle 2 Jahre ärztlich untersucht wird, war Voraussetzung für das Bestehen dieser Übung. Mit Einsatzuniform und den schweren Atemgeräten, wurde es den Kameraden während der 6 Minuten andauernden Einstiegsphase auf dem Laufband oder dem Fahrradergometer sehr schnell warm. Anschließend ging es in kleinen Trupps zu je 2 Personen in ein abgedunkeltes Labyrinth. Eine Nebelmaschine, sowie verschiedene Hindernisse sorgten dafür, dass der Weg hindurch nur kriechend und unter großer körperlicher Anstrengung möglich war. Zum Abschluss der Übung sollte eine Puppe in einem verqualmten Raum gefunden und gerettet werden. Aufgrund der vorangegangenen hohen konditionellen Belastung in Verbindung mit der simulierten starken Rauchentwicklung in den Räumen viel es schwer, sich in den Räumen orientieren zu können, um auch den Weg aus der Übungsanlage wieder heraus zu finden, ohne die gesamte Luft der Atemschutzgeräte verbraucht zu haben. Letztendlich gelang es aber dennoch allen der acht zu prüfenden Kameraden, zwar verschwitzt aber dennoch zufrieden, ihre Tauglichkeit für weitere Einsätze unter Beweis zu stellen.

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