Ein ereignisreicher Tag in der Brandübungsanlage des FTZ Borna

Wer kennt es nicht – gerade wenn die Zeit sich mit immer größer werdenden Schritten Weihnachten nähert, steht wieder eine große Frage an: was kann ich nur verschenken? Anders ist es nicht bei Vereinen, Firmen, oder anderen Institutionen. Ein Jubiläum wird mit großem „TamTam“, Musik und allerlei Speis und Trank gefeiert, und Vertreter anderer Institutionen machen sich Gedanken, welches kleine Mitbringsel als Anerkennung ausreichend ist, ohne dabei deutlich mehr Kosten zu verursachen als man selbst vom Jubilierten erwarten würde. Eine dennoch schöne Tradition. Umso größer war die Freude der Kameraden, als man zum eigenen Jubiläum keinen bedruckten Schlauchabschnitt, gravierten Zierteller, Zinnurkunde oder ähnliche Üblichkeit von Vertretern der Partnerwehr aus Illingen bekam. Nein – ein Gutschein für einen „heißen Tag“ am feuerwehrtechnischen Zentrum des Landkreises Leipzig nahe Borna wurde überreicht. Ein Präsent welches neben großen Spaßfaktor auch Erlebnis mit Nützlichem vereinte. Eine Übung für die Atemschutzgeräteträger in einer Brandschutzanlage stand 6 Kameraden bevor.
An einem schönen Samstag traf man sich daher früh morgens gegen 7.00 Uhr am Gerätehaus in Wettelswalde um in Richtung Borna aufzubrechen. Nach einem kleinen Umweg, bei dem gleich die Geländetauglichkeit des neuen Tanklöschfahrzeuges getestet werden konnte, kam man schließlich pünktlich in Borna an.
Nach einer gründlichen Einweisung in die Anlage, wurde nochmals das einsatztaktische Vorgehen bei einem Wohnhausbrand durchgesprochen, um dies in der Übungsanlage auch umsetzen zu können. Anschließend wurde es spannend. Die eigentliche Brandanlage wurde vorgestellt: Zwei übereinander aufgebaute Schiffscontainer, umgebaut zu einem kleinem Gebäude. Wohnzimmer, Treppenaufgang, Küche, Abstellraum mit Gasflaschen und ein Schlafzimmer, jeweils versehen mit verschiedenen Möbeln aus Metall und vielen Möglichkeiten ein Feuer per Fernbedienung zu steuern. Mit kompletter Schutzausrüstung ging es zunächst zur „Gewöhnung“. Bei einer Raumtemperatur von etwa 600° C war es vom Ausbilder nicht nötig zu erwähnen, sich zum Eigenschutz flach am Boden zu halten. Die entstehende Hitze breitete sich in der Anlage langsam aus und drückte die Kameraden ganz automatisch immer weiter nach unten.
Anschließend galt es das erworbene Wissen aus verschiedenen Übungen und Schulungen anzuwenden. Verschiedene Situationen wurden dargestellt und mussten „entschärft“ werden: ein Wohnungsbrand, Brand im Treppenhaus, das Bergen gefährlicher Stoffe (Gasflaschen) und ein Fettbrand in einer Küche. Das Besondere war die Verbindung dieser Szenarien mit der relativ realistischen Ausbreitung des Brandes. So geriet das Feuer außer Kontrolle, wenn man Wasser in die brennende Fritteuse gab.
Nachdem alle Kameraden die verschiedenen Szenarien durchgespielt hatten, ging es gegen 13.00 Uhr an den Rückbau der verwendeten Gerätschaften. Aufgrund der vorangeschrittenen Zeit hielt man auf dem Rückweg noch einmal um sich bei einem kleinen Imbiss zu stärken.

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