Maibaum setzen – nicht nur Spaß, sondern auch viel Arbeit

Jeder von uns geht gern einmal feiern, doch selten sieht man die Arbeit, die für das Gelingen solch eines Festes notwendig ist. Die Planung beginnt meist schon Wochen vorher, wer organisiert was, wer ist Ansprechpartner, wer kümmert sich um die einzelnen Arbeiten am Festtag, wer ist überhaupt verfügbar und kann mit anpacken usw.? Richtig „ernst“ wird es dann ein paar Tage zuvor, wenn es darum geht den Kranz zu binden, den Maibaum zu besorgen und vorzubereiten, das Zelt aufzubauen, Getränke einzukaufen, Biertische, Beleuchtung, Musikanlage und vieles mehr bereit zu stellen. Am Festtag selbst muss gegrillt, Getränke ausgeschenkt, der Baum geschmückt und gestellt und der Ort des Geschehens teils schon wieder aufgeräumt werden. Doch am nächsten Tag wird die Arbeit auch nicht weniger, da alles wieder zusammengebaut, gereinigt, weggeschafft und für Ordnung und Sauberkeit gesorgt werden muss. Da es leider immer wieder dieselben Kameraden sind, die bei solchen Festen ganze Arbeit leisten, sollten sich die anderen, die nur zum Maibaum aufstellen und feiern kommen einmal hinterfragen, warum sie nicht mithelfen?!? Jeder von uns hat eine Familie, Arbeit, Hobbys und sonstige (Feuerwehr)-Verpflichtungen und es wird immer eine helfende Hand gebraucht. Und auch die Gäste, die gern mal voreilig meckern, sollten sich überlegen, ob sie das so organisiert und umgesetzt bekommen würden. Auch wir sind nicht unfehlbar und nehmen konstruktive Hinweise dankbar an.
Ansonsten war es, wie schon das Osterfeuer, eine sehr gelungene und von den Einwohnern unserer 3 Orte sehr gut besuchte Veranstaltung. Vor dem Stellen des Baumes gab es für 3 Bürger unserer Gemeinde für den Hochwasser-Einsatz im Sommer letzten Jahres noch eine Auszeichnung und lobende Worte. Der Maibaum konnte diesmal erst im zweiten Anlauf aufgestellt und ausgerichtet werden, da unsere Kameraden mit technischen Problemen an einer Stützstange zu kämpfen hatten, aber dies recht schnell beheben konnten. Durch den erneut großen Besucher-Ansturm wurden Roster und Bier wieder knapp, dieses Mal sollte es allerdings für alle reichen. So wurde es wiederum spät, bis die letzten Gäste den Weg nach Hause antraten. Eine kleine Gruppe alteingesessener Maibaum-Bewacher kümmerte sich um den Schutz, bis am nächsten Tag die Sonne wieder aufging. So hoffen wir, dass unsere Einwohner noch ein paar Wochen Freude an diesem großen Schmuckstück in unserem Ort haben.
Ein großer Dank geht an unser „älteres Damenteam“ für das Binden des Kranzes und alle Kameraden sowie Kameradinnen, die so tatkräftig mit angepackt haben. Des Weiteren ein Lob an die Kinder und Erzieher des Kindergarten Maxl, welche unseren Maibaum am Morgen mit viel Spaß an der Arbeit wieder einmal sehr schön herrichteten. Hier haben sich vielleicht schon ein paar ganz junge Anwärter für einen zukünftigen Eintritt in die Feuerwehr herauskristallisiert.
Bleibt festzuhalten, dass solch ein Fest von vielen Bewohnern gern besucht und angenommen wird, die, die mit anpacken leider immer weniger werden, aber vielleicht durch die große und steigende Anzahl von Kindern im Ort in ferner Zukunft die Lücken durch junge und engagierte Kameraden aufgefüllt werden können. Denn wir tun nicht nur unsere Arbeit in der Feuerwehr – sondern für die gesamte Gemeinde.

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