Jahresrückblick 2020 der FF Thonhausen-Schönhaide und des Vereins FFW 1887 Thonhausen/Schönhaide

Liebe Kameradinnen und Kameraden, liebe Bürgerinnen und Bürger, das letzte Jahr hat uns alle auf eine harte Probe gestellt. Trotzdem haben wir in der Feuerwehr versucht, das Beste daraus zu machen und konnten die Einsatzbereitschaft durchweg aufrechterhalten. Das wollen wir auch 2021 wieder schaffen. Da wir aufgrund der aktuellen Lage dieses Jahr keine Jahreshauptversammlung durchführen können, wollen wir hier einen kleinen Rückblick geben was das letzte Jahr in der Feuerwehr sowie im Verein gelaufen ist und möglich war. Wir fangen mit einem Rückblick zum Feuerwehrgeschehen an:

Zum Stichtag 31.12.2020 setzte sich die Wehr wie folgt zusammen: 23 Kameraden in der aktiven Abteilung, zehn Jugendfeuerwehr-Kameraden und 36 Alters- und Ehrenmitglieder. Zwei Kameraden der aktiven Abteilung haben die Wehr aus privaten Gründen verlassen. Zwei Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung sind leider im Frühjahr verstorben und haben unsere Reihen nach jahrelanger Mitgliedschaft verlassen. 

Zu Einsätzen wurden wir in 2020 achtmal gerufen. Davon waren zwei Brandeinsätze zu bewältigen und sechsmal eine technische Hilfeleistung. Das klingt zwar für das gesamte Jahr nicht viel, zeigt aber, dass die Feuerwehr wichtig ist und jedes Jahr wieder gebraucht wird. Die Anzahl der Einsätze orientiert sich dabei an der der letzten Jahre. 

Zu Übungen und Schulungen haben wir uns zehnmal getroffen. Eine Übung stellte im Frühjahr eine besondere Ausbildung dar. Sechs Kameraden durften nach Terminvergabe die Brandsimulationsanlage in Bad Köstritz nutzen. Dort wurden unter einsatzrealen Bedingungen die verschiedensten Szenarien erprobt. Hauptaugenmerk lag dabei auf der Brandbekämpfung und der Menschenrettung mit echtem Feuer. Man konnte den Kameraden ansehen und auch in den nachfolgenden Gesprächen erkennen, dass eine solche Übung einen enormen Mehrwert hat, bei dem jeder wertvolle Erfahrungen sammeln kann. Wir hoffen natürlich, dass solch komplexe Übungen auch zukünftig weiter möglich sind, um die Einsatzbereitschaft zu verbessern und im Ernstfall schnell helfen zu können. 

Mitte des Jahres konnte endlich auf Digitalfunk umgerüstet werden. Das Thema wurde vom Land schon vor Jahren angekündigt; nun erfolgte im Zeitraum Mai-Juni die Umrüstung der Fahrzeuge sowie der Handsprechfunkgeräte. Ebenfalls im Sommer war es möglich einen Kameraden über die Landesfeuerwehrschule in Bad Köstritz zum Lehrgang „Maschinist für Löschfahrzeuge“ zu schicken, den er mit Bravour bestand. Des Weiteren wurden kleine Verbesserungen im Gerätehaus vorgenommen, welche die Arbeit erleichtern und die Abläufe optimieren sollen. Eine Abschlussübung wie in den letzten Jahren konnte in 2020 leider nicht durchgeführt werden; wir haben beschlossen uns voll und ganz auf die Einsatzbereitschaft und die Sicherheit der Kamerad(inn)en und der Bürger(innen) sowie deren Sachwerte zu konzentrieren. 

Die Jugendfeuerwehr konnte leider nur 50 % aller Termine, die angesetzt waren wahrnehmen. Bei den Alterskameraden sah es noch schlechter aus. Wir mussten auch hier einfach Prioritäten setzen. Was unbedingt nötig ist, sind Ausbildung und Schulung der aktiven Kameraden, nicht unbedingt notwendig sind Ausbildung und Treffen der Jugend- oder Alters- und Ehrenabteilung, auch wenn die Entscheidung, jemandem das Treffen zu verbieten, nicht leicht fällt.

Eine ebenfalls wenig erfreuliche Nachricht lautete im Herbst, dass Kamerad Ulrich Walter seinen Rücktritt als Leiter der Alters- und Ehrenabteilung zum Jahresende bekannt gab. Wir danken Kamerad Walter für sein Engagement der letzten Jahre und wünschen ihm alles Gute. Wir suchen ab sofort einen neuen Kameraden oder eine Kameradin der/die die Alterskameraden und die Ehrenmitglieder als Führungsperson unterstützt, Festlichkeiten organisiert sowie die Abteilung der Alters- und Ehrenkameraden zusammenhält und weiter voranbringt. Bis zur Findung steht Knut-Peter Böse als stellvertretender Abteilungsleiter zur Verfügung. 

Seit dem letzten Jahr haben wir neben unserer Internetseite (https://www.ffw-thonhausen.de) auch einen Twitter-Kanal (https://twitter.com/ff_thonhausen), der über wichtige Angelegenheiten schneller informiert und die Kommunikation mit anderen Wehren und Hilfsorganisationen erleichtert. Dort gibt es nicht nur Infos zu den allgemeinen Angelegenheiten der Wehr, sondern auch spezielle Informationen zu unserem Gemeindegebiet und natürlich zur aktuellen Lage. Es lohnt sich für alle Bürgerinnen und Bürger immer mal wieder auf die Internetseite zu schauen, dort wurde auch eine neue Rubrik eingeführt, welche unter dem Namen „Bürgerinfos“ (https://www.ffw-thonhausen.de/buergerinfos) allerhand Tipps und Tricks rund um den vorbeugenden Brandschutz und das richtige Vorgehen im Ernstfall informiert. Auch das kostenlose Abonnieren des Twitter-Kanals bringt Vorteile, da zeitkritische Mitteilungen besser verkündet werden können als bspw. über Printmedien.

Das Vereinsleben war in 2020 weniger ausgeprägt. Als erstes möchten wir etwas Klarheit schaffen: Hin und wieder kam von verschiedenen Stellen die Frage auf, obwohl es den Verein nun schon seit 3 Jahrzehnten gibt, wo denn eigentlich die Grenze zwischen Feuerwehr und Verein liegt. Das Thema hier zu erläutern würde den Rahmen sprengen. Deshalb haben wir das Ganze in hoffentlich einfacher und aussagekräftiger Form auf unserer Internetseite unter der Rubrik „Über uns – unser Feuerwehrverein“ (https://www.ffw-thonhausen.de/ueber-uns/unser-verein/) dargestellt. Wer sich also die Frage auch gestellt hat, kann sich auf dieser Seite einen Überblick verschaffen und Antworten auf seine Fragen finden. Coronabedingt war es uns als Verein leider nicht möglich alle traditionellen Veranstaltungen auszurichten wie wir es sonst für das Gemeindeleben tun.Es war uns gerade noch möglich Anfang des Jahres das traditionelle Schlachtfest auszurichten, aber die Durchführung eines Osterfeuers oder Maibaumsetzens konnte nicht mehr realisiert werden. Wir möchten an der Stelle nicht jammern; es gibt viele andere Vereine, denen es genauso ging und die mit noch viel größeren Problemen zu kämpfen hatten als wir. Was wir für dieses Jahr schon mal klar sagen können ist, dass es Anfang des Jahres kein Schlachtfest geben wird. Was mit dem Osterfeuer oder Maibaumsetzen passiert, können wir zum heutigen Zeitpunkt noch nicht sagen; ebenso wenig, ob und in welcher Form ein Ersatz für das Schlachtfest möglich ist. Wir hoffen, jeder hat Verständnis dafür. Die Lage ändert sich zu schnell, um verbindliche Aussagen treffen zu können. Sollten Festivitäten möglich sein, werden wir natürlich alles daran setzen, das Dorfleben wieder etwas in Schwung zu bringen.

Als abschließende Worte möchte ich als Ortsbrandmeister ein paar Danksagungen aussprechen:In erster Linie natürlich an alle Kameraden und Kameradinnen für Ihre Einsatzbereitschaft und die geleistete Arbeit und für die sehr gute Zusammenarbeit der Wehr mit dem Gemeinderat und Bürgermeister. Es ist nicht selbstverständlich, dass Menschen sich Gefahrensituationen oder bewusst einer Lage, wie wir sie derzeit haben aussetzen, obwohl eigentlich alle am besten zu Hause bleiben sollen. Das muss allen Kameraden und Kameradinnen hoch angerechnet werden. Vielleicht liest das hier der ein oder andere, der gern ehrenamtlich helfen möchte; all diejenigen sind herzlich eingeladen bei uns im Team der Feuerwehr mitzumachen. Sprecht uns an; ob persönlich (Termine lt. Ausbildungsplan) oder schriftlich per Mail, Twitter oder über das Kontaktformular der Internetseite. Ich möchte ebenfalls allen Unterstützern und Spendern, die in 2020 einen kleinen oder großen Beitrag geleistet haben, danken, denn die vielen Umsetzungen sind ohne die Hilfe aller nicht möglich. 

Ich wünsche allen Kameradinnen und Kameraden sowie Bürgerinnen und Bürgern für das bevorstehende Jahr 2021 alles Gute, ganz viel Kraft und natürlich Gesundheit sowie starke Nerven für die noch nicht endende Pandemie.

Vielen Dank und Gut Wehr!

M. Franke / Ortsbrandmeister